Was der Auto-Lack mit dem Klima zu tun hat

Wer das Audi e-tron experience center am Zürcher Utoquai besucht, kann in die Zukunft schauen: Dort kann man bis Ende Juli den Q4 e-tron concept bestaunen, dessen Serienversion Audi im Jahr 2020 lancieren will. Und erfahren, wie ein blauer Spezial-Lack ein Elektroauto noch grüner machen kann.

Eben erst enthüllte Audi am Autosalon in Genf seinen neusten Wurf: Der Q4 e-tron concept ist das kleinere Schwestermodell des bereits erhältlichen Audi e-tron: ein cleverer, kompakter Crossover, natürlich rein elektrisch angetrieben. Jetzt rollt die Studie im Zürcher Kompetenzzentrum für Elektromobilität ein: Ab sofort und bis am 29. Juli kann man den Q4 im e-tron experience center am Utoquai hautnah erleben. Und dabei ein bisschen in die Zukunft schauen.

Denn noch ist der Q4 ein Concept Car – ein Einzelstück. Für ein Konzept-Auto ist der Q4 schon erstaunlich nah an der Serienreife. Bereits im November sollen die ersten Exemplare in einer eigens für elektrische Modelle gebauten Fabrik in Shanghai vom Band rollen, 2020 kommt er auch in der Schweiz auf den Markt.

Im e-tron experience center am Utoquai in Zürich kann man den nächsten Audi schon jetzt bestaunen. (Stefan Bohrer)

Der Q4 e-tron concept ist wie gemacht für die Schweiz: Dank je einem Elektromotor an der Vorder- und der Hinterachse gelangen die 225 kW Systemleistung mit dem Allradantrieb quattro auf die Strasse. Eine elektronische Steuerung koordiniert die Moment-Verteilung innert Sekundenbruchteilen und stellt die Traktion bei allen Witterungsbedingungen sicher. Mit 4,59 Meter Länge, 1,9 Meter Breite und 1,61 Meter Höhe gehört der Q4 e-tron concept noch zur Kompaktklasse. Er ist somit auch wendig genug für Schweizer Städte und Strassen.

Der Q4 e-tron concept bei der Premiere im Frühling am Autosalon in Genf. (AUDI)
Der Q4 e-tron concept bei der Premiere im Frühling am Autosalon in Genf. (AUDI)

Der Q4 e-tron concept ist eines der ersten Autos auf der Basis des Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB), der dereinst in vielen Stromern aus dem Volkswagen-Konzern zu finden sein wird. Die Performance-Version treibt ihn an.

Die flache 82-Kilowattstunden-Batterie nimmt nahezu die ganze Fläche zwischen den Achsen ein. Das sorgt für einen tiefen Schwerpunkt, wie man ihn von Elektroautos gewohnt ist, und bietet den Insassen ein grosszügiges Raumgefühl.

Je nach Lichteinfall schimmert der Q4 e-tron concept in einem anderen Blauton. (Stefan Bohrer)
Je nach Lichteinfall schimmert der Q4 e-tron concept in einem anderen Blauton. (Stefan Bohrer)

Mit den Hightech-Lösungen im Auto gaben sich die Audi-Ingenieure aber nicht zufrieden. Eine weitere Innovation prangt an der Oberfläche. Der Lack der Karosserie wurde eigens für den Q4 e-tron concept entwickelt und wird umweltschonend produziert. «Solar Sky» ist zum einen ein besonderer Blickfang, der seinen Blauton je nach Lichteinfall verändert. Der Lack macht das Elektroauto aber noch nachhaltiger: Er reflektiert einen kurzwelligen Teil des Sonnenlichts nahe des Infrarot-Spektrums.

Das bedeutet, dass sich die Aufwärmung der Karosserieoberfläche deutlich reduziert. Ein Komfortgewinn für die Insassen – und für die Umwelt: Wenn es im Auto weniger heiss wird, muss die Klimaanlage an heissen Tagen auch weniger leisten. Die coole Farbe zügelt den Energiebedarf, verbessert damit die Reichweite des Q4 e-tron concept und schliesslich auch die globale CO2-Bilanz des Autos. Blau macht Grün!

e-tron News

Technik, Gesellschaft, Mobilität: Bleiben Sie up to date bei den Themen, die uns in Zukunft bewegen.