«Der ‹züücht› brutal!»

On-Co-Gründer Caspar Coppetti war der erste, der in der Schweiz einen Audi e-tron reserviert hat. Jetzt ist er der erste, der ihn auf Schweizer Strassen fahren durfte. Das sind seine Eindrücke von der Jungfernfahrt.

Von Max Fischer

Er ist der erste, der den Audi e-tron auf Schweizer Strassen fahren durfte. Caspar Coppetti, Co-Gründer des High-End-Laufschuhherstellers On, ist nach den ersten Kilometern auf den Strassen des Aargauer Juraparks begeistert: «Extrem ruhig und angenehm, straff abgestimmt – und wenn der Fahrer will, geht die Post ab!»

«Beim Joggen zählt das Wow-Gefühl des Läufers», sagt Coppetti. Das gleiche gilt fürs Autofahren: «Es soll Spass machen», so der Co-Gründer von On. «Und das macht es im e-tron», strahlt er. Das Powermeter ist «ready». Gang einlegen – und los geht’s. «Das Auto gleitet im wahrsten Sinne des Wortes über die Strassen», so Coppetti. «Es ist extrem ruhig – kein Motorenlärm und dank der Verbundscheiben auch bei Tempo 120 keine Windgeräusche.»

«Wie bei einem Kind, das sich auf Weihnachten freut»: Caspar Coppetti fährt zum ersten Mal den Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)
«Wie bei einem Kind, das sich auf Weihnachten freut»: Caspar Coppetti fährt zum ersten Mal den Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)

So könne man auch lange Strecken ungemein entspannt zurücklegen. Und plötzlich wird der Bub in ihm wach: «Da passiert was», ruft er freudig auf der Fahrt zur Ampfernhöhe, «der ‹züücht› brutal!» Coppetti wählt den Boost-Modus. Das heisst: 300 Kilowatt – oder umgerechnet über 400 PS – werden freigesetzt. Und das Schönste: «Vom ersten Meter ist das volle Drehmoment da.»

Für ihn ist nach den ersten Kilometern im Audi e-tron klar: «Es ist wie bei einem Kind, das sich sehnlichst auf Weihnachten freut: Wenn das gewünschte Geschenk unter dem Christbaum liegt, ist die Freude riesengross – für mich hat sich das monatelange Warten auf den e-tron gelohnt.»

«Volles Drehmoment vom ersten Meter an»: Caspar Coppetti testet den Boost-Modus des Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)
«Volles Drehmoment vom ersten Meter an»: Caspar Coppetti testet den Boost-Modus des Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)

Sein Name verrät: Durch Coppettis Adern fliesst italienisches Blut. Er liebt schnelle und schöne Autos. «Ich fahre oft vom Engadin nach Zürich.» Da sei es schon praktisch, wenn er im Anstieg zur Albula-Passhöhe einen Wohnwagen überholen könne. Und sich im Winter auf den Allradantrieb quattro verlassen könne. Doch noch wichtiger ist ihm und seinem Unternehmen On, dass er mit dem Audi e-tron Emotionen mit Umweltbewusstsein kombinieren kann.

Das Auto ist ein Jogger-Traum: Coppetti am Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)
Das Auto ist ein Jogger-Traum: Coppetti am Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)

Als begeisterter Jogger und Co-Gründer der Laufschuh-Firma On stören ihn Lärm und Gestank. Er und On suchten deshalb für ihre Fahrzeugflotte nach einer umweltgerechten, emissionsfreien Alternative. Dort lohnt es sich ganz besonders: Die On-Aussendienstler legen etwa 80’000 Kilometer im Jahr zurück – «ich komme auf rund 35’000.» Als der Audi-Fan Coppetti (bisher im A6 3.0 TDI Competition unterwegs) vom e-tron hörte, war er sofort überzeugt: «Das passt zu On.»

«Der passt zu On»: Caspar Coppetti am Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)
«Der passt zu On»: Caspar Coppetti am Audi e-tron. (Foto: Filip Zuan)

Für beide Unternehmen ist Nachhaltigkeit kein Lippenbekenntnis. Sie wollen unseren Planeten auch für künftige Generationen erhalten. Kommt hinzu, dass beide Firmen auf High-Tech setzen, äusserst innovativ sind und ein unverkennbar-eigenständiges Design pflegen. Und Audi wie auch On leisten gern Pionier-Arbeit, gelten als Daniel Düsentriebs in ihren Branchen.

Dank quattro-Allradantrieb ist der Audi e-tron auch im Winter den Schweizer Passstrassen gewachsen. (Foto: Filip Zuan)
Dank quattro-Allradantrieb ist der Audi e-tron auch im Winter den Schweizer Passstrassen gewachsen. (Foto: Filip Zuan)

Bei der ersten Fahrt mit dem neuen Audi e-tron ist dem technikaffinen Coppetti – er besitzt auch das Pilotenbrevet – das raffinierte Rekuperationssystem aufgefallen: Es trägt bis zu 30 Prozent zur Reichweite von über 400 Kilometern bei. Zum ersten Mal hat Audi drei verschiedene Arten kombiniert: eine manuelle Schubrekuperation per Schaltwippen, eine automatische Schubrekupuration über einen Effizienzassistenten und die Bremsrekuperation mit fliessendem Übergang von elektrischem und hydraulischem Verzögern. Coppetti: «Ich kenne einige Kollegen, die mit einem Elektro-Fahrzeug unterwegs sind. Früher war für sie wichtig, wie schnell sie von A nach B brauchen, heute schauen sie, wie sie den Verbrauch jedes Mal noch ein wenig nach unten schrauben können.»

Der Audi e-tron überzeugt Caspar Coppetti.
Der Audi e-tron überzeugt Caspar Coppetti.

Er ist von der emissionsfreien Zukunft überzeugt. Schon jetzt macht er sich Gedanken darüber, wie er seinen Audi e-tron weiter nutzen könnte. Tüftler Coppetti schwebt ein eigenes kleines Kraftwerk vor. Beispielsweise in dem er mit Solarzellen selber Strom herstellt – diesen in die Wärmepumpe einspeist oder in der Batterie des e-tron speichert.

«Echt cool» findet Coppetti das Navi. Es besteht den Praxistest auf Anhieb. Coppetti will zur Berufsschule BBB in Baden. «Ich habe die Suche gestartet», meldet eine sympathische Frauenstimme. Das System ist direkt mit Google maps vernetzt. Als er «ich bin müde» sagt, sucht es sofort nach Hotels in der Umgebung. Nur einmal patzt es: Als Coppetti einen Wunsch im Bündner Dialekt spricht, muss die Dame passen.

Das Infotainment-System des Audi e-tron kann so gut wie alles – ausser Bündner Dialekt. (Foto: Audi)
Das Infotainment-System des Audi e-tron kann so gut wie alles – ausser Bündner Dialekt. (Foto: Audi)

Caspar Coppetti bereut es nicht im geringsten, dass er sich bei On für die emissionsfreie Mobilität des Audi e-tron entschieden hat: «Ich habe lange auf die erste Fahrt mit dem e-tron gewartet. Das Erlebnis ist überwältigend. Das umweltfreundliche Auto macht Spass und geht mit seinen diversen Fahrassistenten auch den nächsten Schritt in Richtung autonomes Fahren. Der Audi e-tron wird die automobile Zukunft entscheidend verändern.»

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